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Ein Arbeitszeitkonto ist ein wichtiger Baustein in jedem Modell einer flexiblen Arbeitszeitregelung. Darin wird die tatsächlich geleistete Arbeit unregelmäßig verteilt in Form von Plus- oder Minusstunden fortlaufend mit der bezahlten Arbeitszeit abgeglichen. Die Null-Linie ist die im längerfristigen Durchschnitt vom Arbeitnehmer / von der Arbeitnehmerin geschuldete Arbeitszeitdauer, für die ein regelmäßiges Einkommen gezahlt wird. |
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Diese wird im Einzelfall durch die tarifliche, betriebliche oder einzelvertraglich (u. a. bei Teilzeitarbeit) vereinbarte Wochenarbeitszeit genauer festgelegt. Im Zusammenhang mit der Verwendung von Zeitkonten sind in den letzten Jahrzehnten unterschiedliche Begriffe geprägt und verschiedenartige Modelle entwickelt worden: Gleitende Arbeitszeit, Ampelkonto, Jahresarbeitszeitregelung, Vertrauensarbeitszeit, Langzeitkonto, Zeit-Wert-Konto.
Mittlerweile arbeitet jede/r dritte Beschäftigte im Zeitkonto oder in Gleitzeit.
Fast die Hälfte aller ArbeitnehmerInnen gleicht zumindest einen Teil der geleisteten Überstunden durch Freizeit aus. In vielen Produktions- und Dienstleistungsbetrieben werden die geleisteten Schichtzeiten über die Tarifarbeitszeit hinaus angesammelt und zu Blockfreizeiten mit ganzen Freischichten gebündelt. Dies betrifft jeden sechsten Arbeitnehmer bzw. jede sechste Arbeitnehmerin. (Literatur: Hermann Groß, Eva Munz: Arbeitszeitkonten - Verbreitung, Struktur und Nutzung, Köln, Oktober 1999)
Im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung wird die Verbreitung flexibler Arbeitszeiten seit Ende der 80er Jahre im Rahmen einer Langzeitstudie in regelmäßigen Abständen vom Kölner ISO-Institut ermittelt.