Schichtarbeit
Schichtarbeit ist die Entkopplung individueller Arbeitszeit von der Betriebsnutzungszeit, durch eine chronologische und teilweise chronometrische Variation der Arbeitszeiten der Beschäftigten. Bei Schichtarbeit kommt es zu einer Mehrfachbesetzung von Arbeitsplätzen, wobei in der Regel mindestens zwei Beschäftigte die gleiche Arbeitsaufgabe erfüllen. Im herkömmlichen Fall übersteigen die potentiellen Betriebszeiten über den Tag hinweg die individuellen Arbeitszeiten um den Faktor der jeweiligen Schichtzahl.
Schichtplangestaltung ist immer eine betriebliche Optimierungsaufgabe, die vielfältigste Interessen und Vorgaben berücksichtigen muss. Daraus ergibt sich auch, dass es kein ideales übertragbares Modell gibt, sondern immer den spezifischen Belangen des jeweiligen Unternehmens und seiner Mitarbeiter angepasst werden muss.
Schichtplanentwicklung und -gestaltung ist eine z.T. langwierige und immer schwierige Aufgabe. Bei der Gestaltung der Arbeitszeit sollten, neben betrieblichen Interessen, gesundheitliche und soziale Aspekte sowie individuelle Zeitpräferenzen der Mitarbeiter berücksichtigt werden.
Auch kann durch ein neues Schichtmodell die Arbeitsorganisation verändert werden, weil im Unternehmen neue Abstimmungsprozesse notwendig werden. Daher sind in jedem Fall Kommunikations- und Kooperationsmechanismen innerhalb und zwischen den Abteilungen bei der Schichtplanung zu berücksichtigen.
Allein an diesen knappen Ausführungen wird deutlich, das Schichtplanung eine komplexe und voraussetzungsvolle Aufgabe ist, wobei mindestens die folgenden Ziele beachtet werden sollten:
- Der Schichtplan soll den betrieblichen Erfordernissen entsprechen.
- Der Schichtplan soll von den Beschäftigten akzeptiert werden.
- Die Beschäftigten sollen möglichst keine nachteiligen sozialen, psychischen oder gesundheitlichen Folgen davontragen.


