SP-EXPERT - Familie mit einem erwachsenen Kind

Aktuell ist Version 16.3. Die Zeitwirtschaftssoftware SP-EXPERT ist schon seit langer Zeit erwachsen. Doch der Vergleich mit dem menschlichen Alter hinkt. Besser passt das Hundealter: SP-EXPERT geht mit großen Schritten auf den Ruhestand zu. Spät - nach der Vermählung von ASTRUM und Interflex - ist das Kind geboren, der Smart-Client. Das Kind hat bereits die Pubertät überstanden, wohnt jedoch noch im Elternhaus. Und das wird wohl auch so bleiben. 

 

Die vielen guten Freunde der Eltern - die SP-EXPERT-Anwender und -Administratoren - akzeptieren Schritt für Schritt das Kind. Sie sehen, dass mit den Eltern nicht mehr viel anzufangen ist. Es gibt dort keine neuen Impulse mehr. Und inzwischen hat das Kind sehr viel gelernt und gute Erfahrungen gesammelt. Es kann fast alles, was die Eltern konnten, hat aber auch kreative neue Ideen und Fähigkeiten entwickelt. Die Freunde können sich manchmal schon dafür begeistern. Noch fällt es jedoch vielen Freunden schwer, die Eltern auf das Altenteil zu schicken. Doch eines Tages wird bei allen Freunden entschieden sein: Dem Smart-Client gilt die Freundschaft! Über die Eltern aber wird man auf ewig nur Gutes sagen.   

 

Was bringt das Kind mit? Mit welchen Konsequenzen müssen SP-EXPERT-Anwender und -Administratoren rechnen? Was bedeutet die neue Freundschaft für die Arbeitnehmervertretung und ihre Betriebs- oder Dienstvereinbarungen? 

SP-EXPERT ist als Zeitwirtschafts-, Schicht-, Dienst- oder Personaleinsatzplanungs-Software bereits seit mehr als 20 Jahren am Markt. Im Jahr 1993 ging die erste Version an den Start. Der Hersteller, die ASTRUM GmbH in Erlangen, wurde im Jahr 2008 mit der Interflex Datensysteme GmbH & Co. KG in Stuttgart "verheiratet", der Name ASTRUM verschwand in diesem Kontext. Im Jahr 2009 veröffentlichte Interflex dann die erste Version des SP-EXPERT-Nachfolgers, den Smart-Client. Seitdem wird die alte Version, die Rich- bzw. Voll-Client genannt wird, nur noch in sehr geringem Umfang weiterentwickelt. Alle Entwicklerkapazitäten konzentrieren sich auf den Smart-Client, zudem werden Module von anderen Herstellern hinzugefügt, um den Funktionsumfang zu erweitern. Die Software wurde offen und in enger Zusammenarbeit mit den Kunden anforderungs- und marktgerecht fortentwickelt. Bis auf wenige Teile sind die Funktionen des Rich-Client inzwischen im Smart-Client unter neuer Oberfläche und meist mit erweitertem Umfang und verbesserter Ergonomie verfügbar. Dabei wurde aber auch abgespeckt, so dass Funktionen des Rich-Client, die kein Kunde mehr nutzt, entfernt werden konnten. 

 

Nach nunmehr fast acht Jahren Entwicklungszeit hat der Smart-Client viele Anwender, die überwiegend neuen Kundenkreisen entstammen. Sie schätzen die neue Flexibilität der Software, die den aktuellen Arbeitszeitanforderungen vollauf gewachsen sind. Damit setzt sich die Software - wie damals der Rich-Client - erneut an die Spitze des Mitbewerberfeldes. Und der Stamm der Anwender des Rich-Client, insbesondere das Gesundheitswesen, die Feuerwehr und die Polizei, steigt nach und nach auf den Smart-Client um. 

Der Administrator des Smart-Client muss noch einige Aufgaben mit dem Rich-Client erledigen. Die Anwender merken davon nichts. So ist beispielsweise die Benutzerverwaltung noch vollständig im Rich-Client durchzuführen. Der Anwender führt sein Login jedoch am Smart-Client durch und ihm stehen die zugewiesenen Zugriffsrechte und Funktionen wie gewünscht zur Verfügung. Smart-Client und Rich-Client sind zusammengewachsen. Sie arbeiten auf ein und derselben Datenbank. Diese Datenbank ist inzwischen jedoch erheblich angewachsen, da der Smart-Client zunehmend mehr eigene Datenbereiche und Datentabellen benötigt. Die Entwicklung geht jedoch vom Anwender unbemerkt vonstatten. Nur die Administratoren müssen beide Systeme beherrschen und sich mit einer zunehmenden Komplexität und Unübersichtlichkeit abfinden. Das Ende ist jedoch abzusehen, bei dem auch vom Administrator nur noch der Smart-Client mit seiner Administrationsoberfläche bedient werden muss.  

Die Anwender des Rich-Client müssen umlernen. Sie bekommen eine moderne Oberfläche zur Bedienung der Software, die sich am Windows-Standard orientiert. Dies ist für Rich-Client-erfahrene Anwender zunächst sehr ungewohnt; sie müssen "umgeschult" und für das Neue motiviert werden. Der Aufwand sollte nicht unterschätzt werden. Mit dem Smart-Client planen die Anwender die Schichten für Mitarbeiter in Multiplangruppen, einer flexiblen Erweiterung der bisherigen Mitarbeitergruppen. In Multiplangruppen sind die Mitarbeiter frei zu Schichtgruppen zusammenzufassen und können auch gleichzeitig in verschiedenen Gruppen enthalten sein. Dies ist nur ein Element der maximalen Flexibilität, die der Smart-Client dem Anwender bietet. Mit den neuen Kombidiensten wird die Planung vereinfacht, neue Workflow-Funktionen unterstützen die vielfältigen Abläufe im Planungsprozess. Dies sind nur wenige Hinweise auf die vielen neuen Möglichkeiten, die der Smart-Client den Anwendern bietet. Nach kurzer Zeit will niemand mehr zurück zum Rich-Client! 

Die Arbeitnehmervertretung, also Betriebsrat, Personalrat oder Mitarbeitervertretung, hat bei der Einführung von SP-EXPERT ein unveräußerliches Mitbestimmungsrecht. Als Ergebnis der Mitbestimmung wurde normalerweise eine Betriebs- oder Dienstvereinbarung abgeschlossen, in der die Anwendung der Software geregelt, auf die Einhaltung des Datenschutzes geachtet und die Leistungs- und Verhaltenskontrolle untersagt wird. Vereinbarungen dieser Art gibt es sehr viele; beschrieben wird dies ausführlich in den Büchern von Karl-Hermann Böker ("Geregelte Zeitwirtschaft" und "Zeitwirtschaftssysteme regeln - nutzen - kontrollieren"). 

Vor dem Umstieg auf den Smart-Client muss die bis dahin gültige Vereinbarung auf den Prüfstand gestellt werden. Nur in sehr seltenen Ausnahmefällen ist die Vereinbarung so allgemein gehalten, dass sie auch weiterhin in vollem Umfang gelten wird. Spezifische Details sind oft in Anlagen zur Vereinbarung geregelt, so dass es ausreichend ist, die Anlagen im Zuge eines Mitbestimmungsverfahrens zu aktualisieren. Doch meist muss der Vereinbarungstext an die neuen Möglichkeiten - und Probleme - zum Beispiel beim Datenschutz und beim Reporting angepasst werden. Andererseits bietet der Smart-Client der Arbeitnehmervertretung mehr Möglichkeiten zur Kontrolle der Systemnutzung und der Einhaltung von vereinbarten Regeln. Auch kann - und sollte - das erweiterte Reporting zur Unterstützung der gesetzlichen Aufgaben der Arbeitnehmervertretung genutzt werden. Neue Regelungen sind also dringend angeraten!

Alles Wissenswerte dazu erfährt man als Arbeitnehmervertreter in dem Seminar "N" der TEMPI GmbH: Neue Versionen, neue Module von SP-EXPERT: Neue Vereinbarungen", das wie gewohnt vom 13. bis 15. Juni 2016 im Tagungshoten "Am Rothenberg" in Uslar-Volpriehausen stattfindet. In der Einladung zum Seminar finden Sie alle weiteren Informationen zur Veranstaltung. Sie sind herzlich eingeladen - reservieren Sie sich noch heute Ihren Teilnehmerplatz im Seminar - auch dann, wenn Sie noch kein SP-EXPERT-Seminar der TEMPI GmbH besucht haben! 

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