Entgrenzte Arbeitszeit in der Corona-Krise?

Neuregelung zu § 14 Abs. 4 Arbeitszeitgesetz

 

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt und auch ohne wesentliche Einwände seitens der Gewerkschaften hat der lückenhaft besetzte Bundestag am 27. März 2020 im Rahmen des sogenannten "Sozialschutzpakets" der Bundesregierung auch eine Option zur Aufweichung des Arbeitszeitschutzes in Deutschland beschlossen. Im Arbeitszeitgesetz wurde mit einem neuen Absatz 4 ein ergänzender Ausnahmetatbestand in § 14 geschaffen.

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Corona-Krise. Tag 42. Sinn des Lebens. Optimierte Planung.

Freitag. 09:00 Uhr.

Für uns begann die Krise vor sechs Wochen, am Freitag, dem 13. März.

 

Nun sitzen wir am Frühstückstisch und überlegen, wie wir diesen Tag etwas weniger langweilig und ereignisarm gestalten könnten.

 

Der Einkauf ist zu erledigen. Gehst Du in den Supermarkt, um Milch, Quark und Käse für das Wochenende zu besorgen? Und würdest Du bei der Gelegenheit auch noch ein paar Produkte im Bioladen kaufen?

 

OK, dann nehme ich aber das Auto und bringe gleich noch eine Kiste Bier mit. Und was essen wir heute zu Mittag?

 

Wie wäre es denn, wenn wir mal nicht selbst kochen, sondern heute Abend in die Trattoria gehen, um eine Pizza zu essen?

 

Prima Idee! Am Samstag bereiten wir uns dann eine schnelle Kleinigkeit zum Mittagessen und am Abend gibt es wieder was Nettes vom Wochenmarkt. Morgen früh kaufe ich auf dem Hauptmarkt ein. Für Sonntag könnte ich dort ein schönes Stück Fleisch und dazu passendes frisches Gemüse kaufen.

 

Vergiss die Eier nicht, denn wir haben keine mehr im Kühlschrank. Vielleicht bringst Du gleich 10 Stück mit, damit wir einen Kuchen backen und in der kommenden Woche Omeletts zum Mittagessen zubereiten können.

 

Alexa hat alles mit angehört ...

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Arbeiten für die Gesundheit – auch nach der Coronakrise!

Die Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Pflege beweisen heute, wie „systemrelevant“ sie sind. Die dort arbeitenden Menschen werden bis an die Grenzen ihrer körperlichen und seelischen Belastbarkeit gefordert, sie müssen ihre eigene Gesundheit gefährden, um das Leben anderer zu schützen und zu retten.

 

Es wäre wünschenswert, wenn das normale Leben nach der Krise bald wieder möglich wäre, wenn die Wirtschaft sich von dem Schock erholen würde und die Menschen die Freiheit ihrer Lebensgestaltung wieder zurück erlangen könnten.

 

Nicht wünschenswert wäre es, wenn dann wieder vorrangig die kalte Sachlogik der Geldwirtschaft und das egoistische Streben nach Profit in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Betrachtung gerückt werden würden, und die Belange der gesundenden Menschen dahinter zurück zu treten hätten. Nicht verdient hätten es die heute so oft und berechtigt gelobten Krisenhelfer, wenn alles danach wieder „zur Tagesordnung“ übergeleitet würde. Hilfe in der Not wäre nur noch eine Episode, man/frau hätte sich wieder in Reih und Glied am unteren Ende der sozialen Werteskala einzuordnen. Vor allem die vielen in Gesundheitsvorsorge und Pflege tätigen Frauen würden wieder auf ihre traditionelle Lücke in den Einkommen blicken, die sie gegenüber den viel häufiger in den technischen „wirtschaftsrelevanten“ Berufsfeldern tätigen Männern zurücksetzt.

 

Die folgenden Überlegungen wollen prüfen und Vorschläge machen, wie eine strukturelle Aufwertung der Berufsfelder in Gesundheit und Pflege ermöglicht werden könnte. Es sollte nicht bei gut gemeinten Stimmungsmomenten oder moralischen Appellen bleiben. Die Menschen, die heute gegen die Notlage anarbeiten, müssen sich für die Zukunft auf gerechte und verbesserte Rahmenbedingungen ihrer Berufstätigkeit verlassen können.

 

Norbert Engelhardt, TEMPI GmbH Bielefeld, April 2020

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Corona-Krise: Auswirkungen auf die Schichtplanung

Geht es Ihnen auch so?

 

Sie stecken vollständig im Sumpf und werden immer weiter einsinken oder gar vollständig untergehen, wenn die Corona-Pandemie sich weiter wie bisher ausbreitet?

 

Das Foto entstand im Watt der Nordseeküste. Hier ist nicht nur der unsichere Untergrund als Problem zu erkennen, sondern auch die nahende Flut, die in wenigen Stunden dieses Watt wieder metertief überdecken wird. Erst viele Stunden später wird man den Kopf wieder aus dem Wasser strecken können - sofern das dann überhaupt noch möglich sein wird...

 

Eines der vielen aktuellen Probleme, welche mit der auf dem Foto dargestellten Situation vergleichbar sind, ist in Schichtbetrieben der sorgfältig ausgearbeitete Schichtplan, der ins Wanken gerät, wenn 

  • aufgrund stark sinkender (oder steigender?) Nachfrage die Produktionsmenge bzw. der Dienstleistungsumfang kurzfristig erheblich verändert werden muss,
  • aufgrund von Quarantänemaßnahmen, positiven Testergebnissen oder Krankheit vieler Beschäftigter das benötigte Personal von heute auf morgen nicht mehr verfügbar ist oder
  • aufgrund der Abhängigkeiten von Zulieferern, Logistikern etc. die Produktion bzw. die Dienstleistung nicht im gewohnten Umfang erfolgen kann. 

Welche Möglichkeiten gibt es, die Situation kurzfristig in den Griff zu bekommen, ohne nachhaltige Schäden anzurichten? Lesen Sie eine von mehreren Ideen der TEMPI GmbH und diskutieren Sie mit uns darüber.

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Reporting in SP-EXPERT - Fluch oder Segen?

Jede Software, mit der gespeicherte Daten ausgewertet werden können, ist Betriebsräten suspekt: Hier besteht immer die Gefahr der Leistungs- und Verhaltenskontrolle.

 

Datenauswertungen können aber auch hilfreich für die Arbeitnehmervertretung sein, um zum Beispiel Problemzonen im Unternehmen schnell zu erkennen und den Kolleg*innen die richtige Unterstützung zukommen zu lassen. 

 

Sind Auswertungen und das Reporting von Daten ein Fluch oder ein Segen? Wie sollten sich Betriebsräte positionieren?

 

Die TEMPI GmbH gibt Tipps, speziell für SP-EXPERT, die Software zur Zeitwirtschaft und Personaleinsatzplanung. Viele dieser Tipps sind leicht auf andere IT-Systeme übertragbar, mit denen Daten der Beschäftigten verarbeitet werden. 

 

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Schichtmodelle, Schichtschemata und das Arbeitszeitmanagement

So geht das - sogar in Krankenhäusern, Kliniken und Pflegeeinrichtungen!

 

Kennen Sie das auch? Die im Schichtdienst eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unzufrieden mit ihrem Schichtplan! Zwei der am häufigsten genannten Ursachen für die Unzufriedenheit sind die späte Ankündigung des nächsten Schichtplans und die häufigen, oft kurzfristigen Änderungen. In welchen Unternehmen ist das eigentlich nicht so?

 

Ja doch, es gibt auch Zufriedenheit, und zwar immer dann, wenn die Schichtpläne eines ganzen Jahres bereits am Ende des Vorjahres bekannt gegeben werden - und wenn sich daran nicht mehr viel ändert. 

 

Aber welche Unternehmen können so planen und handeln? Ganz einfach: Es sind diejenigen, die langfristig geltende Schichtmodelle auf Grundlage von sogenannten Schichtschemata entwickelt haben - und die in dem Zusammenhang ein Ausfall- bzw. Reservekonzept entwickelt und praktisch realisiert haben. 

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Grundsätze der Schicht- und Dienstplangestaltung - 3. Auflage

 

Das Buch

"Grundsätze der Schicht- und Dienstplan-Gestaltung"

vom Geschäftsführer der TEMPI GmbH, Karl-Hermann Böker, ist aktuell in der dritten Auflage erschienen.

Es enthält wichtige praxisorientierte Kommentierungen von Regelungen in Betriebs- und Dienstvereinbarungen.

 

 

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Geht die Schutzfunktion des Arbeitszeitrechts verloren?

Interview mit Ernst Burger

Die TEMPI GmbH führte zu diesem Thema am 11. September 2019 anlässlich der
SP-EXPERT-Konferenz mit Herrn Ernst Burger ein Interview.

 

Ernst Burger ist ehem. Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht München und Herausgeber eines arbeitsrechtlichen Kommentars zum TVöD/TV-L. 

 

Themen und Fragen

  • EuGH-Urteil zur Zeiterfassung
  • Bereitschaftsdienst – Aktive und inaktive Arbeitszeit?
  • Weg mit der begrenzten Tagesarbeitszeit?
  • Globale Veränderungen - und die Rolle des Richters?
  • „Freie Arbeitnehmer“ in der Arbeitswelt der Zukunft?
  • Arbeitsgerichte als Reparaturbetrieb?
  • Unübersichtliche Öffnungsklauseln im Arbeitszeitgesetz
  • Diskussion: Warum ducken sich die Gewerkschaften weg?
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TEMPI Gesellschaft für ganzheitliche Arbeitszeitberatung mbH

Karl-Hermann Böker

Hartlager Weg 61a

33604 Bielefeld


Fon: 05 21 - 45 36 18 1

Mobil: 01 78 - 17 30 75 7

Fax: 05 21 - 45 32 04 1

E-Mail: buero@tempi.de 


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Allgemeine Geschäftsbedingungen für Veranstaltungen der TEMPI GmbH (Stand: 01.03.2020)
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