Geht die Schutzfunktion des Arbeitszeitrechts verloren?

Interview mit Ernst Burger

Die TEMPI GmbH führte zu diesem Thema am 11. September 2019 anlässlich der
SP-EXPERT-Konferenz mit Herrn Ernst Burger ein Interview.

 

Ernst Burger ist ehem. Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht München und Herausgeber eines arbeitsrechtlichen Kommentars zum TVöD/TV-L. 

 

Themen und Fragen

  • EuGH-Urteil zur Zeiterfassung
  • Bereitschaftsdienst – Aktive und inaktive Arbeitszeit?
  • Weg mit der begrenzten Tagesarbeitszeit?
  • Globale Veränderungen - und die Rolle des Richters?
  • „Freie Arbeitnehmer“ in der Arbeitswelt der Zukunft?
  • Arbeitsgerichte als Reparaturbetrieb?
  • Unübersichtliche Öffnungsklauseln im Arbeitszeitgesetz
  • Diskussion: Warum ducken sich die Gewerkschaften weg?
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Das EuGH-Urteil zur Zeiterfassung - bitte differenziert beurteilen!

Ganz Europa soll nun also die Arbeitszeiten dokumentieren. Am 14. Mai hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die Arbeitgeber verpflichtet sind, die täglichen Arbeitszeiten der abhängig Beschäftigten zu messen und aufzuzeichnen (Rechtssache C-55/18). 

 

Das - in der nebenstehenden Grafik (© Birte Cordes) dargestellte - schöne Leben, die "Work-Life-Balance", soll stärkeres Gewicht bekommen, die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besser geschützt werden. 

 

Ist die Aufzeichnung der Arbeitszeit das richtige Mittel, um diese Ziele zu erreichen? Dazu gibt es - natürlich - unterschiedliche Ansichten. Die ZeitSchrift-Redaktion hat auch eine Meinung dazu - lesen Sie weiter >>>

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